Fachtagung

Alle Themen auf einen Blick

Die INSEA-Fachtagung war ein voller Erfolg

Unter dem Motto „Selbstmanagement und digitale Gesundheitskompetenz: Förderung wirkt, aber wer finanziert sie zukünftig?“ war die INSEA Fachtagung am 23. Juni 2022 in Berlin ein starkes Signal dafür, dass Programme zur Förderung von Selbstmanagement und digitale Gesundheitskompetenz richtig und wichtig sind. Das betonte auch der Patientenbeauftragte der Bundesregierung Stefan Schwartze in seinem Grußwort. Insbesondere unser INSEA-Programm nach dem Konzept des Stanford Chronic Disease Self Management Programm, entwickelt von Kate Lorig, die persönlich anwesend war und einen Vortrag hielt, hat sich bewährt. Die Evaluationsergebnisse zeigen, dass die Zuversicht und die Selbstmanagementfähigkeiten im Umgang mit den Erkrankungen der Teilnehmenden nach der Teilnahme am Kurs signifikant steigen, die Teilnehmerinnen und Teilnehmern sehr positive Rückmeldungen geben und eigentlich auch eine gute Passung in die deutsche Versorgungslandschaft und Anschlussfähigkeit zum SGB vorliegen.

Gleichzeitig war und ist die Arbeit an der Einführung dieses Programms ein Lehrstück für die Beharrungskraft unseres Gesundheitssystems, die es sehr mühsam macht, Innovationen in das System hinein zu bringen und in eine Regelfinanzierung zu überführen. INSEA bringt einige grundsätzlich neue Aspekte in die Versorgung hinein, die in das SGB sowie in den Durchführungsverordnung der Krankenkassen nicht abgebildet werden: die Bedeutung von Gesundheitskompetenz und Selbstmanagement allgemein, krankheitsübergreifendes Arbeiten, die Anerkennung der Expertise von Patientinnen und Patienten als „Experten aus Erfahrung“ und die Tatsache, dass sie auch als Anbieter von Versorgungsleistungen auftreten können, bis hin zu der Überzeugung, dass Prävention in allen Lebens- und Krankheitsphasen eine Rolle spielt. Hier sind politische Lösungen gefragt.

Wir bedanken uns bei allen Mitwirkenden für die gelungene Veranstaltung, insbesondere bei unseren Förderern Robert Bosch Stiftung und BARMER sowie bei Kate Lorig, die den weiten Weg von Kalifornien nach Berlin auf sich genommen hat, um uns zu unterstützen. Wir bedanken uns auch bei allen Standortpartnern und Kursleitungen, ohne die INSEA nicht umgesetzt werden könnte und bei Dr. Winfried Kösters, der die Veranstaltung herausragend moderiert hat.

Schauen Sie sich die Vorträge an und geben Sie uns gern eine Rückmeldung. Wir bleiben am Ball und werden alles versuchen, das INSEA-Programm über die Förderphase hinaus am Leben zu erhalten.

 

Begrüßung durch den Patientenbeauftragten Stefan Schwartze, MdB

 

Die BARMER und die Robert Bosch Stiftung im Gespräch mit Dr. Winfried Kösters

 

Möglichkeiten und Grenzen der Verstetigung von Selbstmanagementprogrammen
Prof. Dr. Marie-Luise Dierks, Medizinische Hochschule Hannover, Institut für Epidemiologie,
Sozialmedizin und Gesundheitssystemforschung

 

 

Self-Management and chronic conditions – Reasons, different programs and measured effects
Prof. Dr. Kate Lorig, Self-Management Resource Center, Palo Alto
 

Selbstmanagement braucht Gesundheitskompetenz, aber wie gut ist die Gesundheitskompetenz?
Prof. Dr. Doris Schaeffer, Universität Bielefeld 

 

Förderung des Selbstmanagements und der digitalen Gesundheitskompetenz
Umsetzungsstrategien der Selbsthilfe
Dr. Martin Danner, Bundesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe von Menschen
mit Behinderung und chronischer Erkrankung und ihren Angehörigen e. V.

 

KundiG - Klug und digital durch das Gesundheitswesen
Dr. Gabriele Seidel, Medizinische Hochschule Hannover,
Institut für Epidemiologie, Sozialmedizin und Gesundheitssystemforschung

 

Patienten für Patienten: Qualifizierte Peer-Beratung und Selbstmanagement
Dr. Natalie Uhlenbusch, Klinik und Poliklinik für Psychosomatische Medizin
und Psychotherapie, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

INSEA - Erfahrungen, Erfolge und Barrieren
Gönül Temucin, Medizinische Hochschule Hannover, Institut für Epidemiologie, Sozialmedizin
und Gesundheitssystemforschung und Theresa Keidel, Selbsthilfekontaktstelle Bayern e. V.

 

 

Mit freundlicher Unterstützung durch die BARMER, Robert Bosch Stiftung und SeKo Bayern e.V.

 

                   

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